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Grüner Star

Grüner Star oder Glaukom stellte keine seltene Krankheit dar. In der Bundesrepublik gibt es etwa eine Million Glaukom-Patienten. Jedoch lediglich 600.000 kennen die Diagnose und lassen sich entsprechend behandeln. Etwa 25 Prozent der Blinden im Bundesgebiet sind aufgrund von Glaukom erblindet. Mit dem Lebensalter steigt die Häufigkeit an. Während diese Erkrankung bei den 40-Jährigen lediglich etwa ein Prozent betrifft, leiden 18 Prozent aller 85-Jährigen hieran.

Entstehung

Glaukome sind mehrere Augenkrankheiten, welche beim nicht rechtzeitigen Erkennen und Behandeln zu einem traurigen Ergebnis führen: Diese zerstören den Sehnerv. Das Verhängnisvolle beim Glaukom ist, dass es oft keine Symptome auslöst und der Betroffene diese Krankheit erst einmal nicht bemerkt. Im Augeninneren ist ein gewisser Druck notwendig, damit das Sehorgan die kugelige Form behält. Das Kammerwasser ist zur Erhaltung des Drucks zuständig. Wenn jedoch beim Kammerwasser der Abfluss behindert ist, kann es keineswegs mehr abfließen. Damit steigt der Augeninnendruck an. Wegen des Drucks auf die sensiblen Fasern vom Sehnerv stirbt dieser schleichend ab.

Folgen von einem erhöhten Augeninnendruck

Die Folge des zu hohen Drucks im Inneren des Auges sind Ausfälle in dem Gesichtsfeld. Langfristig droht das Erblinden. Bei Einschränkungen oder Ausfällen des Gesichtsfelds werden bestimmte Bereiche einfach keineswegs mehr wahrgenommen, da sie einen blinden Fleck darstellen. Jedoch ist das Gesichtsfeld für unsere Orientierung zumindest genauso wichtig, wie dieses zentrale Sehen. Jedoch beeinflusst die Durchblutung ebenso den Zustand vom Sehnerv. Schon länger vermutet man, dass für das Glaukom nicht nur der Augendruck, sondern ebenso krankhafte Durchblutungsstörungen zuständig sind. Diese machen sich als chronisch kalte Hände und Füße bemerkbar.

Früherkennung

Die frühen Stadien des Glaukoms können lediglich durch eine Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt aufgespürt werden. Um die Diagnose Grüner Star zu erhalten, ist der Sehnervschaden wichtig. Als Risikofaktoren für diese Krankheit gelten Diabetes mellitus, Kurzsichtigkeit, Herzinsuffizienz, niedriger oder hoher Blutdruck, ein Alter von mindestens 40 Jahren und an Glaukom erkrankte Verwandte ersten Grades, weil die Anlage zu dieser Erkrankung erblich ist. Vorteilhaft beim frühen Entdecken des Glaukoms ist, dass man das Augenlicht mithilfe einer medikamentösen Therapie retten kann. Die Glaukom-Früherkennung ist keineswegs belastend und schmerzfrei. Jedoch werden von den gesetzlichen Krankenkassen die Gebühren der Früherkennung nicht übernommen.

Diagnose

Als Erstes macht der Augenarzt eine umfassende Anamnese. Er prüft mögliche Risikoaspekte und begutachtet den Augenhintergrund. Des Weiteren misst er nach dem Betäuben mit einem Lokalanästhetikum den Augeninnendruck. Vermutet man ein Glaukom, erfolgt dann die Bestimmung des Gesichtsfelds. Bei dessen Messung gibt der Augenarzt über den Verlauf der Erkrankung genaue Auskunft.

Behandlung

Mindestens neun Prozent aller Glaukom-Patienten können mit entsprechenden Augentropfen behandelt werden. Es ist möglich, das Senken des Augeninnendrucks auf zwei Wegen zu erreichen: Man erhöht den Abfluss oder bremst die Produktion des Kammerwassers. Dabei ist das Wichtigste das regelmäßige Anwenden der Medikamente, wie diese vom Augenarzt verordnet wurden. Von diesen früh erkannten Glaukompatienten wird fast keiner blind. Medikamentös nicht behandelbare Erkrankte können mit einer Operation oder Lasertherapie behandelt werden. Im Einzelfall muss entschieden werden, ob ein Betroffener, der über einem erhöhten Augeninnendruck verfügt, eine Glaukom-Prophylaxe erhält. Eine wissenschaftliche Arbeit belegte, dass bei zehn Prozent der unbehandelten Patienten innerhalb von fünf Jahren Glaukom auftrat.

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